Nils hat bei der
Zeit einen netten
Artikel über die angeblichen genetischen Unterschiede von Mann und Frau ausgegraben. Darin wird anhand von ein paar Beispielen aufgezeigt, wie hinfällig diese Vorurteile sind. Trotzdem wird sich eine überwältigende Mehrheit weiterhin an Binsenweisheiten wie "Männer können nicht zuhören" und "Frauen kaufen immer nur Schuhe" klammern.
Schlimm genug das ganze, doch besonders im oft bemühten, sogenannten Google
Informationszeitalter. Und die Geschlechterstory ist da kein Einzelfall. Mein Lieblingsbeispiel ist da der
falsche Gebrauch des Wortes "Hacker" (die in der Öffentlichkeit als digitale Terroristen wahrgenommen werden). Ein weiteres, aktuelles Beispiel ist die Behauptung, Wikipedia
müßte in den nächsten 3 Monaten dicht machen. Aber warum halten sich solchen Scheinfakten besser und hartnäckiger als die eigentlichen Informationen? Sind sie verkaufsträchtiger? Leichter verdaulich? Schließlich müßte man dann unterscheiden zwischen Hackern und Crackern oder sich vor Augen führen, daß Wikipedia auf Spenden
angewiesen ist, sonst könnten sie ihre Rechnungen nicht mehr begleichen.
Sind wir also eigentlich immer noch im Mittelalter, wenn's um echte Fakten geht? Vielleicht nicht ganz, vielleicht haben wir uns schon einen Tick weiterentwickelt und wir würden heute eher so eine Behauptung aufstellen, wie
Die Welt ist eine DVD.