Archive for January, 2007



iPhone, Inc.

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Soso, seit ein paar Tagen ist es also da, das iPhone. Die Euphorie kennt keine Grenzen, Infoseiten schießen überall aus dem Boden und um sich die Wartezeit zu verkürzen, kann man sich auch einen iPappkameraden basteln.

Doch neben dem ganzen Bohei gibt es auch nachdenklichere Töne, die befürchten, daß Apple sich immer mehr vom früheren Kerngeschäft mit den Macs zurückzieht und nur noch auf pure Unterhaltungselektronik setzt. Diese dunkle Ahnung begründet sich nicht zuletzt auf die kürzliche Reduktion des Namens auf Apple Computer, Inc.

Doch wie ich schon kurz drüben bei Nils angemerkt habe, glaube ich nicht, daß es ganz soweit kommen wird. Aus einem ganz einfachen Grund: iTunes. Alle diese neuen Spielzeuge, die es seit Dienstag gibt, verlassen sich darauf, daß sie über iTunes gefüttert werden. Und das wiederum kann man nur auf einem Mac (oder auch PC) mit Inhalten bestücken. Zwar hätte man dem iPhone auch die Mittel spendieren können, unmittelbar im iTS einkaufen zu können. Hat man aber nicht (was bei vielen für einige Verstimmung sorgt). Man braucht also zwangsläufig einen “richtigen” Computer, um diese neuen Produkte auch wirklich nutzen zu können. Daher dürfte der Mac bei Apple vielleicht nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, ist aber (zumindest im Moment) noch nicht wegzudenken.

Update: Natürlich gibt es auch schon Smash My iPhone, sowas bleibt wohl auf ewig lustig …

Macworld ‘07

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Es gibt zwei Feiertage im Kalender eines Mac-Fanatikers (zu denen ich mich übrigens nicht wirklich zähle): die WWDC und natürlich Macworld, die jetzt wieder ansteht. Und wie es sich für solche Ereignisse gehört, kocht dann auch regelmäßig die Gerüchteküche über. So wie heute morgen, als TechEBlog zum erstenmal scheinbar echte Photos des ekstatisch erwarteten Apple Phones veröffentlichte. Vielleicht finden schon sehr bald einige Mac-Seelen wieder ihren Frieden. Doch die Technik-Blogs wären dann um einen großen Schlagzeilenlieferanten ärmer. Das nennt man wohl Trade-off.

Babel

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USA Mexico 2006, 142 Minuten

Babel

In Marokko kauft eine Hirtenfamilie ein Gewehr, in Japan fliegt ein taubstummes Mädchen beim Volleyball vom Feld, in den USA schickt eine mexikanische Haushälterin die Kinder ins Bett.

Am Anfang ahnt man noch nicht, daß diese Ereignisse sich alle gegenseitig bedingen, untereinander abhängig sind. Mit jeder Szene werden die drei Geschichten enger verwoben, äußerst geschickt werden die verschiedenen ineinander verschlungenen zeitlichen Ebenen deutlich.

Und auch die Vielschichtigkeit des Films. Zunächst scheint es nur um Armut zu gehen, sehr schnell kommen aber die Hilflosigkeit in der Fremde und der Erwartungsdruck der Spaßgesellschaft dazu. Und natürlich die Frage nach Ursache, Wirkung und Schuld. Und das ist noch längst nicht alles. Denn dann ist da noch diese unheimlich verstörende Musik.

Definitiv kein Film, den man sich “mal eben so” ansieht, sondern ein sehr intensives Kinoerlebnis, daß ganz ohne heischende Effekte auskommt, dem sich sogar Cate Blanchett und Brad Pitt unterordnen. Unbedingt ansehen!




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