Published on April 29, 2010.
Eigentlich lese ich gerne. Wirklich. Das mag man leider nicht so recht glauben, wenn man sich mal mein jährliches Bücherpensum ansieht. Da komme ich vielleicht mal auf 3 Bücher pro Jahr. Eine wirklich schwache Ausbeute für jemanden, der von sich behauptet gerne zu lesen.
Damit Anspruch und Wirklichkeit wieder ein wenig zueinander finden, habe ich mir eine Bücherquote auferlegt. Ein Buch pro Monat, das sollte nun wirklich zu schaffen sein. Damit würde ich meinen Lesedurchsatz schlagartig vervierfachen! Und vielleicht habe ich dadurch auf wieder ein paar mehr Dinge zum posten (mal eben den Staub von den Seiten pusten, hust).
Der erste Kandidat auf meiner Liste ist Never let me go von Kazuo Ishiguro. Ob das mit der Quote klappt? Ihr werdet’s lesen
Published on January 17, 2010.
Eines kann ich gleich vorweg sagen: “Rabbids Go Home” ist mit Sicherheit das abgefahrenste Spiel, das ich seit langem gespielt habe. Allein schon beim Spielziel wird dies deutlich. Die Rabbids legen sich zum Schlafen gerne auf kleine Leuchtkugeln. Und da der Mond auch wie eine riesige leuchtende Kugel aussieht, wollen die Rabbids ihn zur ihrer neuen Schlafstätte machen. Doch wie dahin kommen? Ganz einfach! Man sammelt einfach solange allen möglichen Kram, bis man einen Turm bis zum Mond bauen kann.
Und aus Sammeln von Kram besteht das eigentliche Spiel. Ein Hase schiebt einen Einkaufswagen, ein anderer sitzt in demselbigen und sammelt alles auf, was er zu fassen kriegt. Schüttelt man die Wii-Remote, dann stößt der Hase im Wagen einen markerschütternden Schrei aus, so daß Passanten nicht nur das Blut in den Adern gefriert, sondern sie auch noch alle Kleider und sämtliche Habe verlieren; die man natürlich gleich aufsammelt. Man fetzt dann wie ein Irrer durch die verschiedenen Levels, immer auf der Suche nach noch mehr Zeug, wobei es auch immer einen Hauptgegenstand gibt, den man einsammeln muß. Mal ist das ein Klavier, mal ein Krankenbett (samt Kranken).
Das ganze macht wirklich ungemein viel Spaß. Daß sich die Leveltypen nach einer Weile wiederholen stört nicht weiter. Allerdings ist es wirklich nervig, daß man die immer gleiche Zwischensequenz zwischen zwei Leveln nicht abbrechen kann, man darf sie sich immer und immer wieder ansehen. Das trübt den Spielspaß aber in keiner Weise. Es bereitet tierisch viel Vergnügen mit den beiden Hasen durch die Levels zu heizen und dabei allerlei Gemensch zu erschrecken. Alles in allem ein absolut geniales Spiel!



Published on December 31, 2009.

2009, 99 Minuten 



Zinos hat seit einigen Jahren seine Kneipe, die “Soul Kitchen”, in einem Industriegebiet in Hamburg-Wilhelmsburg, in der er seiner Stammkundschaft aufgewärmte Fertiggerichte serviert. Seinen Bruder Ilias läßt er dort zum Schein arbeiten, damit er unter der Woche auch Freigang aus dem Gefängnis bekommt. Als Zinos den leicht größenwahnsinnigen Koch Shayn einstellt, vergrault er seine Stammkundschaft und bekommt obendrein auch noch Probleme mit dem Finanzamt. Und daß sein alter Schulkamerad und Immobilienspekulant Neumann ihm auch noch das Gesundheitsamt auf den Hals hetzt, um an das Grundstück zu kommen, ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Problemen, mit denen Zinos fertig werden muß.
Der Film hat mich sehr an “The Big Lebowski” erinnert; weniger wegen der Geschichte an sich, sondern weil wirklich ständig etwas passiert, es gibt kaum den sonst üblichen Leerlauf. Aber das Tempo des Films ist trotzdem genau richtig und vermittelt dadurch ziemlich gut, daß sich für Zinos selber auch keinerlei Verschnaufpausen bieten. Auch die Witze bleiben dabei nicht auf der Strecke. Leider muß ich aber auch sagen, daß im letzten Viertel das ganze etwas abflacht, die Handlung arg vorhersehbar wird und man deutlich merkt, wie sich die Autoren bemühen, alles zu einem guten Ende zu führen.
Das ganze ist nichtsdestotrotz sehr sehenswert, nicht zuletzt wegen der beiden genauso authentischen wie liebenswerten Hauptfiguren Zinos und Ilias, gespielt von Adam Bousdoukos und Moritz Bliebtreu.
Published on December 28, 2009.
Bin gerade (wieder mal) am Schreibtisch-Aufräumen. Dabei bin ich über eine Ausgabe der PowerTips von März 1994 gestoßen. Die PowerTips waren eine Beilage der damals wichtigsten Computerspiele-Zeitschrift PowerPlay, die ich mir regelmäßig gekauft habe. In dieser Ausgabe gab es eine Komplettlösung zu Sam & Max (eines der besten Adventure-Spiele aller Zeiten), die ich damals sicherlich das ein oder andere Mal konsultieren musste, um es durchzuspielen (die Rätsel waren teilweise echt abgefahren). Nach langem Hin (”Das brauchst du doch nie wieder!”) und Her (”Vielleicht nimmst du es doch noch mal zur Hand …”) habe ich mich doch dazu durchgerungen, es dem Mülleimer zu übergeben. Obwohl sich das jedes Mal so anfühlt, als ob man ein Stück Kindheit wegwerfen würde. Aber die ist ja schließlich auch vorbei. Und Sam & Max kann ich mittlerweile blind durchspielen. Glaube ich jedenfalls.